Daumen hoch für das Mittlere Paderquellgebiet - zusammen mit Bauleiter Stefan Buschmeier, Axel Schröder, beide Amt für Umweltschutz und Grünflächen (v.l.n.r.) sowie Dr. Frank Becker, Leitung des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen (rechts aussen), freut sich die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke (zweite von rechts) über die Auszeichnung des Mittleren Paderquellgebietes mit dem Bundespreis Stadtgrün.
Foto: Lea Giesen, Bildrechte Stadt Paderborn

Das Mittlere Paderquellgebiet wird ausgezeichnet

Freitag, 31. Juli 2020

Paderborn - Paderborn gewinnt erstmalig ausgelobten Bundespreis für Stadtgrün

Nicht nur die Paderbornerinnen und Paderborner finden ihr Mittleres Paderquellgebiet wunderschön - es wurde jetzt auch bundesweit ausgezeichnet und zwar durch den mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis des Bundespreises Stadtgrün in der Kategorie „Gebaut“.

„Grüne Freiräume sind Teil unserer Lebensqualität- Sie sind wichtig für unser Miteinander, unsere Gesundheit und unser Klima. Die Vielzahl anspruchsvoller und innovativer Grün-Projekte begeistert mich“, sagte Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat (BMI) in einer Pressemeldung des Ministeriums. Begeistern konnte auch das Mittlere Paderquellgebiet und überzeugte nicht nur das Nominierungsgremium, das eine Vorschlagsliste mit 48 Bewerbern aus allen eingegangenen Bewerbung ausgewählt hatte, sondern auch die interdisziplinäre und unabhängige Jury, die am 16. Juni die sechs gleichrangigen Preise und die sieben Anerkennungen vergab.

„Die Auszeichnung mit dem Bundespreis Stadtgrün ist für die Stadt Paderborn eine großartige Anerkennung der Arbeit, die wir in den letzten Jahren in die Entwicklung unserer einzigartigen Flusslandschaft gesteckt haben“, freut sich die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke. „Ich möchte mich ganz herzlich für die tolle Zusammenarbeit und das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Hauses sowie der Büros WES GmbH Landschaftsarchitektur, Inros Lackner SE sowie der NZO GmbH und den beteiligten Behörden bedanken, aber auch bei den Mitgliedern des projektbegleitenden Beirats, die uns sehr bei der Entwicklung dieses Projektes unterstützt haben“, sagte Warnecke weiter.

Der Bundespreis Stadtgrün wurde in diesem Jahr erstmalig verliehen und würdigt Projekte, die unter anderem verschiedene Funktionen eines Gebietes auf besondere Weise miteinander kombinieren und die Lebensqualität damit fördern sowie eine besondere Gestaltungsqualität besitzen. Insgesamt 237 Projekte wurden beim BMI in den vier Kategorien Gebaut, Gepflegt, Genutzt und Gemanagt eingereicht. Paderborn hat sich mit dem Mittleren Paderquellgebiet in der Kategorie „Gebaut“ beworben.

Die Kategorie Gebaut umfasst alle Arten von Freiräumen, die neu gebaut, umgebaut oder umgewidmet wurden. Es konnten kleinere Maßnahmen sowie großräumige und verbindende Grünzüge in dieser Kategorie eingereicht werden. Besonderes Augenmerk lag auf der Verknüpfung der Funktionen in den Freiflächen.
Paderborn setzte sich mit dem Mittleren Paderquellgebiet gegen Projekte wie den Krupp-Park in Essen, den Erlebnisraum Lippeaue in Hamm sowie die Gestaltung des Schlossgartens am Jagdschloss in Hövelhof durch. Auch im Vergleich mit Projekten wie dem Baakenpark im Baakenquartier in der Hafencity in Hamburg oder der Bundesgartenschau 2019 Heilbronn „Neue Landschaften im Neckarbogen“ konnte sich das Mittlere Paderquellgebiet behaupten. Die offizielle Preisverleihung findet am 2. Oktober in Berlin statt.

Nach der Auszeichnung als Nationales Projekt des Städtebaus im Jahr 2015 unterstützte der Paderborner Rat das Vorhaben durch die Bereitstellung der über die Förderung hinausgehenden Eigenmittel. In rund eineinhalb Jahren Bauzeit wurde das Mittlere Paderquellgebiet von 2018 bis Mitte 2019 maßgeblich umgestaltet. Der Paderhallenvorplatz wurde neu gebaut, Flussläufe der Pader renaturiert, Inselspitzenweg und Haxthausengarten neugestaltet und eine Aue hinter der Reinekemühle wurde neu angelegt. Durch die Umsetzung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie verbesserte sich die ökologische Qualität und die verschiedenen Paderarme wurden besser vernetzt und erlebbarer und sichtbarer gemacht. Erste Erfolge der ökologischen Aufwertung sind bereits messbar: Bereits einige Monate nach der Aufwertung wurden Fische wie Bachforelle und Äsche nachgewiesen, die es vor der Renaturierung in den Flussläufen nicht gab.
Quelle: Stadt Paderborn
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